Blogbeiträge

ISIN: NL0013056914

Elastic NV ist ein Unternehmen aus der Informationstechnologie-Branche mit Sitz in den Niederlanden. Es bietet Software-Entwicklern den sogenannten Elastic Stack an. Dieser beinhaltet eine Reihe vom verschiedenen Software-Produkte für die Datensuche, -verwaltung und -speicherung. Die Firma bietet folgende Software an: Elasticsearch, eine echtzeitfähige Such- und Analysemaschine, welche die Benutzeroberfläche Kibana verwendet. Logstash eine Datenverarbeitungspipeline zum Einlesen von Daten. Und Beats für den leichten und universellen Datentransport. Die Programme greifen ineinander und sind für den Betrieb u.a. in einer öffentlichen oder privaten Cloud, sowie in einer hybriden Umgebung gedacht. Das Angebot von Elastic NV ist eine Kombination aus Open-Source und kostenpflichtigen Inhalten mit Support und größerem Funktionsumfang. Das Unternehmen ist in den USA und weltweit tätig. Die Aktien des Unternehmens werden mit einem durchschnittlichen Handelsvolumen von 1,45 Mio. Stück an der NYSE gehandelt.

Im Folgenden wird auf die Aktie des Unternehmens aus charttechnischer Sicht eingegangen.

 

Rückblick (Tageschart):

In der ESTC konnte sich seit Ende Juli 2019 ein deutlicher Abwärtstrend auf Tagesbasis etablieren. Dieser konnte sich seit Herbst des gleichen Jahres nicht mehr oberhalb des Gleiten Durchschnitts von 200 Tagen halten. Aktuell befindet sich der Wert in der Korrektur und konnte bereits über 60 Prozent in dieser voranschreiten. Am 15. Januar 2020 bildetet die ESTC eine Umkehrkerze aus, welche bereits zwei Tage später bestätig werden konnte. Ein erstes Einstiegssignal hat der Wert also bereits geliefert. Bleibt die ESTC zur nächsten Börseneröffnung im Bereich von 70,50 US-Dollar kann man einen pauschalen Einstieg wählen. Der Stopp-Loss sollte mit etwas Abstand über das Hoch des Umkehrstabes gelegt werden. Erste Gewinnmitnahmen sind ab der Marke von 61 US-Dollar (grüne Zone) sinnvoll. Sollte die ESTC über die Marke von 80,40 US-Dollar (rote Zone) steigen und oberhalb schließen ist von einem Short-Einstieg abzuraten.

ESTC-Aktie-Tageschart

 

Ausblick Stundenchart

Aktuell befindet sich die ESTC auf der Stunde noch in einem Aufwärtstrend. Dieser müsste sich wie im Symbolbild dargestellt zuerst umdrehen, um dann einen Einstieg am P2 oder in der anschließenden Korrektur zu ermöglichen. Der Stopp-Loss sollte mit etwas Abstand zum letzten P3 gewählt werden. Synchron zum Tageschart sind dieselben wichtigen, farblich markierte Zonen zu beachten.

Sollte der Kurs das letzte markante Hoch bei $80,40 deutlich überschreiten, ist erstmal vom Short-Szenario abzusehen (siehe rote Zone Tageschart).

ESTC-Aktie-Stundenchart

 

Vor dem Handel ist auf News im Umfeld und aus dem Unternehmen zu achten.

Ebenso sollte die Entwicklung des Gesamtmarktes betrachtet werden.

 

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor/das Unternehmen ist in den besprochenen Finanzinstrumenten bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Finanz- und Börsengeschäfte jeglicher Art sind mit erheblichen Risiken verbunden. Wer mit Finanzinstrumenten handelt, muss sich vorher selbstständig mit den Risiken vertraut machen. Eventuell dargestellte Analysen, Handelsideen, Techniken, Methoden, Besprechungen, Meinungen und sonstige Inhalte sind keine explizite oder implizite Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten oder einer sonstigen Handlung mit finanzieller Auswirkung. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Weiterbildung und zu allg. Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung, Vermittlung oder sonstige Finanzdienstleistung dar. Ebenso wenig dürfen Inhalte als Finanzanalyse verstanden oder benutzt werden. Sie können lediglich eine selbstständige finanzielle Entscheidung des Nutzers informativ erleichtern, aber ersetzen nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung oder die Einholung einer tatsächlichen Finanzanalyse. Der Nutzer handelt demnach stets auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dazu unsere für die Dienste des Unternehmens verbindlichen Nutzungsreglungen und Risikohinweise unter dem Link Rechtliche Hinweise in der Fußnote auf dieser Internetseite zu beachten.

Veröffentlicht am 18.01.2020

+++Märkte erholen sich nach vermeintlicher Iran-Entspannung +++

Nach den teils dramatischen ersten Tagen des neuen Jahres hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Nach den Raketen auf zwei US-Stückpunkte und dem Absturz einer aus Teheran startenden Boeing-Maschine befürchteten immer mehr Experten Krieg in Nahost. Doch in seinem Statement zu dem Angriff auf die beiden US-Lager trat US-Präsident Trump ungewöhnlich friedlich auf. Anstatt weiterer kriegerischer Aktionen wolle man den Iran stattdessen stärker sanktionieren, so Trump. Die Märkte auf der ganzen Welt feierten die Nachricht, da schlimmeres vermieden schien. Doch der Absturz des Flugzeugs gab weiter Rätsel auf. Zu viele Zufälle eigentlich, als dass es sich um einen vom Konflikt völlig unabhängigen Absturz handeln könnte. Nachdem Irans Regierung verdächtig früh – ohne bereits Kenntnisse erlangt haben zu können – einen technischen Defekt die circa 180 Toten verantwortlich machte, stellte sich im Verlauf der nächsten Tage dann jedoch die Wahrheit heraus: Die Maschine wurde „versehentlich“ durch Irans Militär abgeschossen. Eine Tragödie ohne gleichen, die sich also in jener Nacht an Teherans Himmel abgespielt hat.

Inzwischen hat die Entspannung an den Märkten quasi wieder zum Normalzustand geführt. Öl hat einen großen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben und die Aktienindizes haben wieder neue Hochs erreicht. Für die neue Woche steht nun vor allem ein Thema im Fokus, nämlich der Handelsstreit. Am 15. Januar, so Trump im letzten Jahr, will man den Phase-1-Deal mit China unterzeichnen. Ein wichtiger Gratmesser also für die gesamte Weltwirtschaft. Bis dahin wird mit wenig Bewegung gerechnet und vor allem niedrigem Volumen, denn unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass die großen Marktteilnehmer vorsichtig agieren und auf Positionierungen im Zweifel lieber verzichten.

Neben dem EZB-Sitzungsprotokoll steht unter anderem das US-Beige-Book im Nachrichtenkalender der neuen Woche.

 

Veröffentlicht am 13.01.2020

ISIN: US55336V1008

MPLX LP ist eine Limited Partnership der Marathon Petroleum Corporation (MPC). Die Konzerntätigkeit von MPLX LP umfasst den Besitz, Betrieb, die Entwicklung und den Erwerb von Midstream-Energieinfrastrukturanlagen. Das Unternehmen gewinnt, vertreibt und transportiert Erdgas. Es sammelt, transportiert, fraktioniert und lagert Flüssigerdgas und es sammelt, lagert und transportiert Rohöl und Mineralölprodukte. Die MPLX LP gliedert sich in zwei große Unternehmensbereiche. Das Segment Logistik und Lagerung, sowie den Bereich Erfassung und Verarbeitung. Die Vermögenswerte des Unternehmens umfassen u.a. über 8.000 Meilen an Rohöl- und Raffineriepipelines in 17 Staaten. Die Aktien von MPLX LP werden an der NYSE mit einem durchschnittlichen Volumen von ca. 3,25 Mio. Stück gehandelt.

Im Folgenden wird auf die Aktie des Unternehmens aus charttechnischer Sicht eingegangen.

 

Rückblick (Tageschart):

Die MPLX konnte seit Sommer 2019 einen schönen Abwärtstrend etablierten, der sich seitdem dauerhaft unter der SMA-200-Linie halten konnte. Aktuell befindet sich der Wert auf Tagesbasis in einer bereits über 50 Prozent voran geschrittenen Korrektur. Ein erstes, bestätigtes Signal hat die MPLX bereits geliefert. Das Tief der Umkehrkerze vom 9. Januar 2020 wurde am darauffolgenden Tag unterschritten. Es wäre daher möglich einen pauschalen Einstieg zu wählen und den Stopp-Loss mit etwas Abstand über das Hoch des Umkehrstabes zu legen. Erste Gewinnmitnahmen sind ab der Marke von 23,10 US-Dollar (grüne Zone) einzuplanen. Sollte der Wert über der Marke von 30,53 US-Dollar (rote Zone) schließen, ist von einem Short-Szenario abzusehen.

MPLX-Aktie-Tageschart

 

Ausblick Stundenchart

Auf der Stundenebene befindet sich die MPLX derzeit noch in einem Aufwärtstrend. Dieser müsste sich zuerst umkehren, um einen Einstieg möglich zu machen. Ein erster Entry wäre dann am Durchbruch des ersten P2 des Abwärtstrends möglich. Alternativ kann man auch in der anschließenden Korrektur einen Einstieg wählen. In beiden Fällen wäre der Stopp-Loss mit etwas Abstand zum letzten P3 zu setzen. Gewinnmitnahmen sind synchron zum Tageschart (grüne Zone) zu wählen.

Sollte der Kurs das letzte markante Hoch bei $30,53 deutlich überschreiten, ist erstmal vom Short-Szenario abzusehen (siehe rote Zone Tageschart).

MPLX-Aktie-Stundenchart

 

Vor dem Handel ist auf News im Umfeld und aus dem Unternehmen zu achten.

Ebenso sollte die Entwicklung des Gesamtmarktes betrachtet werden.

 

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor/das Unternehmen ist in den besprochenen Finanzinstrumenten bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Finanz- und Börsengeschäfte jeglicher Art sind mit erheblichen Risiken verbunden. Wer mit Finanzinstrumenten handelt, muss sich vorher selbstständig mit den Risiken vertraut machen. Eventuell dargestellte Analysen, Handelsideen, Techniken, Methoden, Besprechungen, Meinungen und sonstige Inhalte sind keine explizite oder implizite Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten oder einer sonstigen Handlung mit finanzieller Auswirkung. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Weiterbildung und zu allg. Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung, Vermittlung oder sonstige Finanzdienstleistung dar. Ebenso wenig dürfen Inhalte als Finanzanalyse verstanden oder benutzt werden. Sie können lediglich eine selbstständige finanzielle Entscheidung des Nutzers informativ erleichtern, aber ersetzen nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung oder die Einholung einer tatsächlichen Finanzanalyse. Der Nutzer handelt demnach stets auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dazu unsere für die Dienste des Unternehmens verbindlichen Nutzungsreglungen und Risikohinweise unter dem Link Rechtliche Hinweise in der Fußnote auf dieser Internetseite zu beachten.

Veröffentlicht am 12.01.2020

+++Iran-Anschlag sorgt für Zündstoff zu Jahresbeginn+++

Das Jahr 2019 war rückblickend betrachtet eine einzige Rekordjagd. Von teilweise widrigsten Bedingungen und dramatischen Entwicklungen zum Beispiel im Handelsstreit ließen sich die Märkte wenn überhaupt nur kurzzeitig beeindrucken. Das verarbeitende Gewerbe der USA steckt in einer Rezession und Boeing, ein Flaggschiff der US-Wirtschaft, bekommt seine 737-8 Max Maschinen nicht in die Luft. Das alles ändert aber nichts daran, dass die Märkte nur nach oben laufen.

Doch kaum ist der Hall des Silvesterfeuerwerks verstummt, gibt es die erste überraschende Schlagzeile des neuen Jahres: US-Armee tötet führenden Iran-General. Ein Nachrichtenmagazin hat diesen Akt beschrieben, wie man ihn nicht besser hätte beschreiben können: „Trump schmeißt Dynamit in explosives Pulverfass“. Was dieses Geschehnis für die Märkte heißt, hängt sicherlich von der Reaktion Irans ab. Dass die Iraner ein wichtiger Player am Ölmarkt ist, ist hinreichend bekannt. Die einigen Sachen, der Iran habe nicht wirklich etwas in der Hand, denn das Land ist von den Öllieferungen in den Westen abhängig. Andere sagen, ein Stop der iranischen Öllieferungen sei einer der berüchtigten schwarzen Schwäne, also jener unerwarteten Ereignisse, die verheerende Auswirkungen haben. Eine Verdreifachung des Ölpreises sei denkbar, was die Wirtschaft weltweit abwürgen würde. Doch wie wir es aus den letzten Jahren kennen: Die Märkte reagieren zunächst mal relaxt.

Was steht noch an im Januar 2020? Nun, Trump hat angekündigt, dass der Phase-1-Deal mit China am 15. Januar unterzeichnet werden soll. Endlich mal eine messbare Aussage. Außerdem gewinnt das Thema Brexit wieder an Bedeutung, denn Ende des Monats läuft die wiederholte Gnadenfrist der EU aus. Kommt es zum Brexit? Und wird es einen Deal geben, oder erleben wir das befürchtete Chaos? Wir werden es bald erfahren.

Wir wünschen Ihnen ein gutes und erfolgreiches Handelsjahr 2020, das insbesondere aufgrund der US-Präsidentschaftswahl eine besondere Bedeutung besitzt.

 

Veröffentlicht am 05.01.2020

+++Entspannung im Handelsstreit offenbar beschlossene Sache+++

Die vergangene Woche hatte es nachrichtentechnisch voll in sich. Neben der FED am Mittwoch, der EZB und der Wahl im britischen Parlament am Donnerstag lag der Hauptfokus – wie so oft – auf dem Handelsstreit. Doch alles der Reihe nach:

Die US-Notenbank hat die Füße vorerst still gehalten und die Zinsen unverändert belassen. Der US-Dollar ging auf Talfahrt, denn Potenzial für erneut steigende Zinsen sehen die Notenbanker im Jahr 2020 nicht. Die erste EZB-Sitzung unter der neuen Chefin Lagarde ging ebenfalls eher unspektakulär von Statten. Auch hier gab es keine Neuigkeiten für die Märkte. Doch für einen Paukenschlag sorgten am Donnerstag die Briten. Mit einer deutlichen Mehrheit für Premierminister Johnsons Partei könnte der Brexit nun endlich über die Bühne gehen. Aktuell besteht Aufschub bis Ende Januar 2020. Der Brexit war mehrfach verschoben worden, weil die Briten keine Mehrheit im Parlament für einen Brexit mit oder ohne Deal erreicht hatten.

Doch der eigentliche Fokus der Woche lag einmal mehr auf dem Handelsstreit. Die am Sonntag ablaufende Frist für eine Erhöhung der amerikanischen Zölle (im Falle keiner Einigung) stand bevor. Doch wie beide Seiten bekannt haben, habe man sich auf einen Phase-1-Deal geeinigt. Eine entsprechende Pressekonferenz Chinas am Freitagnachmittag gab ein wenig Aufschluss. Skeptisch jedoch äußerten sich die Chinesen hinsichtlich neuer US-Zölle. Bisher sei ein Zollabbau Amerikas nur ein Versprechen und man hoffe, dass es auch Realität werden würde. Hundertprozentig traut man Trump von chinesischer Seite offenbar nicht über den Weg. Obwohl alles sehr vielversprechend klang konnten die Nachrichten den Markt bis dato nicht überzeugen. Ein Experte von Goldman Sachs äußerte sich enttäuscht, weil die Vereinbarungen bis dato unter den Erwartungen lagen. Noch ist also nicht alles Gold, was da glänzt. Die neue Woche dürfte weitere Details ans Licht bringen.

In der neuen Woche erwarten uns außerdem viele turnusmäßige Nachrichtentermine. Besondere Beachtung verdient die Bekanntgabe des US-BIP am Freitag.

 

Veröffentlicht am 15.12.2019

+++Gute Jobdaten trösten über schwache Industrie hinweg +++

Die weiter schwächelnde US-Industrie in Kombination mit wieder aufkeimendem Pessimismus in Sachen Handel haben in den letzten Tagen für eine kleine Korrektur an den Märkten gesorgt. Die zwei Korrekturtage wurden – natürlich dank News zum Handel – abgefedert. Am vergangenen Freitag gesellten sich dann auch noch überraschend starke Arbeitsmarktdaten aus den USA hinzu. Die niedrigste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren war ein Grund dafür, dass die Märkte sich auf den Weg zu neuen Allzeithochs gemacht haben. Für neue Hochs hat es noch nicht ganz gereicht, doch weit ist der Weg im S&P 500 nicht mehr. Die Zeit wäre reif für eine Jahresendrallye, denn bis zu den Weihnachtsfeiertagen ist es schließlich auch nicht mehr weit. Ansonsten ist es genau so, wie in den vergangenen Wochen auch: Das Geschehen an den Märkten wird zum überwiegenden Teil durch Nachrichten bestimmt, sei es zum Handelsstreit, zur Konjunktur oder eventuell bald wieder aufgrund des Brexits. Insgesamt kein einfaches Umfeld, denn es ist faktisch nicht möglich sich auf Trumps teils stark marktbewegenden Tweets einzustellen.

Um direkt beim Thema Nachrichten zu bleiben: Die kommende Woche hat wieder einiges zu bieten. Insbesondere steht am Mittwochabend die letzte Zinsentscheidung der US-Notenbank FED auf dem Plan. Hinzu kommen die britischen Parlamentswahlen am Donnerstag, bei denen die Weichen für den Fortgang des Brexit-Themas gestellt werden. Die aktuelle Deadline ist Ende Januar 2020. Kommt es zu keiner Mehrheit, die in der Lage ist, den Brexit – ob hart oder nicht – durchzuziehen, wäre eine weitere Verschiebung denkbar.

 

Veröffentlicht am 09.12.2019

ISIN: US1713401024

Church & Dwight Co. ist ein Unternehmen aus der Konsumgüterbranche. Es verkauft und vermarktet hauptsächlich Reinigungs-, Hygiene- und Pflegeprodukte. Darunter fallen z.B. Reinigungsmittel und Fleckenentferner aber auch Deodorants, Shampoos sowie Zahnbürsten und Kondome. Ein kleinerer Teil der hergestellten Produkte findet auch in der Industrie, der Medizin und der Lebensmittelverarbeitung Verwendung. Über 80 Prozent des Nettoumsatzes macht Church & Dwight Co. in seinem Heimatland, den USA. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Princeton im Bundesstaat New Jersey und es hat über 8.000 Mitarbeiter. Die Aktien werden unter dem Börsen-Kürzel „CHD“ an der NYSE mit einem durchschnittlichen Volumen von ca. 1,9 Mio. Stück gehandelt. Die Titel finden sich auch im S&P-500-Index.

Im Folgenden wird auf die Aktie des Unternehmens aus charttechnischer Sicht eingegangen.

 

Rückblick (Tageschart):

Der aktuell laufende Abwärtstrend in der CHD hat seinen Anfang Ende August des Jahres 2019 genommen. Seit geraumer Zeit befinden wir uns in dem Wert auch unter der SMA-200-Linie. Die aktuell laufende Korrektur ist erst ca. 40 Prozent fortgeschritten, daher sollte mit einem Short-Einstieg noch etwas gewartet werden. Im Idealfall läuft die Korrektur über die 50-Prozent-Marke und zeigt noch unterhalb des Gleitenden Durchschnitts Schwäche. Sollte sich hier eine Umkehr-Kerze bilden, dann kann man das gewohnte Setup zum Einstieg nutzten. Einstieg knapp unterhalb des Tiefs der Kerze, der Stopp-Loss mit etwas Abstand zum Hoch des Umkehr-Stabes. Teilverkäufe  sind ab der Marke von 66,80 US-Dollar (grüne Zone) zu tätigen. Sollte der Wert deutlich über die 200er-Linie steigen und mit Stärke oberhalb der Marke von 76,70 US-Dollar (rote Zone) schließen ist von einem Short-Einstieg abzusehen.

CHD-Aktie-Tageschart

 

Ausblick Stundenchart

Auch ein Einstieg auf Stunden-Ebene ist in der CHD denkbar. Dazu müsste sich der aktuell noch laufende Aufwärtstrend zuerst umkehren. Siehe Verlauf im Symbolbild. Der Wert sollte aber zuerst mindestens bis zur 50-Prozent-Marke korrigiert haben. Dann ist ein Short-Einstieg entweder beim Durchbruch unter den P2 oder aber in der anschließenden Korrektur möglich. In beiden Fällen sollte der Stopp-Loss mit etwas Abstand zum letzten P3 gewählt werden. Gewinnmitnahmen sind analog zur Beschreibung des Tagescharts zu wählen.

Sollte der Kurs das letzte markante Hoch bei $76,70 deutlich überschreiten, ist erstmal vom Short-Szenario abzusehen (siehe rote Zone Tageschart).

CHD-Aktie-Stundenchart

 

Vor dem Handel ist auf News im Umfeld und aus dem Unternehmen zu achten.

Ebenso sollte die Entwicklung des Gesamtmarktes betrachtet werden.

 

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor/das Unternehmen ist in den besprochenen Finanzinstrumenten bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Finanz- und Börsengeschäfte jeglicher Art sind mit erheblichen Risiken verbunden. Wer mit Finanzinstrumenten handelt, muss sich vorher selbstständig mit den Risiken vertraut machen. Eventuell dargestellte Analysen, Handelsideen, Techniken, Methoden, Besprechungen, Meinungen und sonstige Inhalte sind keine explizite oder implizite Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten oder einer sonstigen Handlung mit finanzieller Auswirkung. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Weiterbildung und zu allg. Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung, Vermittlung oder sonstige Finanzdienstleistung dar. Ebenso wenig dürfen Inhalte als Finanzanalyse verstanden oder benutzt werden. Sie können lediglich eine selbstständige finanzielle Entscheidung des Nutzers informativ erleichtern, aber ersetzen nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung oder die Einholung einer tatsächlichen Finanzanalyse. Der Nutzer handelt demnach stets auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dazu unsere für die Dienste des Unternehmens verbindlichen Nutzungsreglungen und Risikohinweise unter dem Link Rechtliche Hinweise in der Fußnote auf dieser Internetseite zu beachten.

Veröffentlicht am 8.12.2019

+++Schier grenzenlose Euphorie lässt Märkte weiter steigen +++

Nun, wenn wir ehrlich sind, hat sich seit dem Marktkommentar der vergangenen Woche nicht viel an den Märkten verändert. Alles ist wie immer, könnte man meinen. Und selbstverständlich gab es neue Höchststände an der Wall Street, während der Volatilitätsindex den niedrigsten Stand seit über einem Jahr erreicht hat. Ist wirklich alles so positiv? Scheint so, denn wie heißt es so schön: Am Ende hat der Markt immer Recht.

Doch sind die Entwicklungen an den Märkten überhaupt noch realwirtschaftlich erklärbar? Nach einer Dekade Boom in Amerika leidet die Wirtschaft unter dem Handelskrieg und die Schulden explodieren. Alles keine überragenden Vorzeichen. Von Europas an der Rezession kratzenden Konjunktur ganz zu schweigen. Doch warum wollen die Märkte nur nach oben? Überlege man sich einmal, wo die Märkte heute stehen müssten, hätte es den angezettelten Handelskrieg mit Amerika nie gegeben. Hätte der Dow Jones dann schon die 30.000er Markt geknackt? Wissen wir natürlich nicht, aber dass trotz der vorherrschenden Rahmenbedingungen die Märkte von einem Rekordhoch zum nächsten springen und auch die Warnsignale aus Amerikas Industriesektor ignoriert werden, kann mit konjunkturellen Erwartungen kaum mehr erklärt werden.

Die eigentlichen Big Player an den Märkten rückten zuletzt etwas in den Hintergrund. Wer ist gemeint? Natürlich, die Notenbanken. Seit Draghi im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 gesagt hat, man werde den Euro um jeden Preis retten, hat sich der Blick auf die Notenbanken als Marktteilnehmer drastisch verändert. Inzwischen ist der Glaube daran extrem hoch, dass die Notenbanken, allen voran FED und EZB, stets als Retter in der Not einschreiten und die Märkte vor größeren Crashs bewahren werden. Ein Irrglaube? Mittelfristig wie uns die Erfahrung der letzten zehn Jahre zeigt nicht. Doch am vermeintlichen Ende des Aufschwungs, an dem wir uns nun befinden, wird die Situation wieder spannend. Die EZB feuert bereits aus allen Rohren und kann kaum mehr zur Stimulation der Wirtschaft tun, als sie es ohnehin schon tut. Was also, wenn das Vertrauen in die allmächtigen Retter mal schwindet? Denkbar, dass sich das nachlassende Vertrauen in einem gewaltigen Crash entlädt. Das kann passieren, muss aber nicht. Und wenn, dann ist die Frage wann.  Das alles können wir nicht wissen. Das einzige, das wir wissen ist: Es kann unmöglich ewig nach oben gehen. Eines Tages kommt auch in Amerika die nächste ausgedehnte Korrektur, und zwar sowohl konjunkturell als auch an der Börse. Trumps Schulden, die wahnwitzige Dimensionen erreicht haben, müssen irgendwann einmal abgebaut werden – oder zumindest die Neuverschuldung muss eingedämmt werden. Hierfür obligatorisch sind Steuererhöhungen, die eines Tages kommen müssen und womöglich wie so oft in der Vergangenheit durch einen demokratischen Präsidenten umgesetzt werden. Das dürften die Märkte dann zu spüren bekommen.

 

Veröffentlicht am 01.12.2019

ATT-Community-Treffen Frankfurt November 2019

Am Wochenende vom 15. bis 17. November dieses Jahres war es wieder so weit. Die ATT Trading Community hat sich anlässlich der World of Trading zu seinem inzwischen schon traditionellen Treffen in Frankfurt auf den Weg gemacht. Das besondere in diesem Jahr: Neben einem Besuch auf dem Parkett der Frankfurter Börse war ein ATT interner Workshop am Samstag geplant, in dem es um spezielle Tradingthemen ging. Einige Schüler und das ATT Team sind bereits am Donnerstag in Frankfurt angekommen, denn der Besuch der Frankfurter Börse inklusive Führung war bereits für Freitagmittag geplant – für die meisten ATT Schüler ein bis dato einmaliges Erlebnis. Der Nachmittag wurde genutzt, um die World of Trading zu besuchen oder sich Frankfurt anzusehen, bis die gesamte Community – immerhin rund 40 Trader – am Abend zusammen gegessen und sich über den Börsenalltag hinweg auch persönlich kennengelernt hat. Der Mix aus alteingesessenen ATT Veteranen und neuen Schülern, die sich auf ein persönliches Kennenlernen gefreut haben, hat für viele gute Gespräche und beste Stimmung gesorgt. Der Ausklang fand in einer gutbekannten Hotelbar statt, jedoch nicht all zu spät, denn der ATT interne Workshop sollte am nächsten Morgen bereits um 9.30 Uhr in einem geschlossenen Seminarraum in Frankfurt stattfinden.

 

 

Der Workshop, der exklusiv nur für ATT Schüler auf die Beine gestellt wurde, galt als Herzstück des Community-Treffens in Frankfurt. Die ATT Ausbilder Ali Taghikhan, Stefan Koblitz und Dominik Müller haben je einen separaten Fachvortrag vorbereitet, in dem ganz spezielle Themen rund um den Börsenhandel besprochen und vertieft wurden. Doch neben dem fachlichen Miteinander stand besonders der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Für Verpflegung während des Workshops war gesorgt, sodass dieser exklusiv nur für ATT Schüler geschaffene Programmpunkt sicherlich in den nächsten Jahren wiederholt wird. Da sich der Workshop ausschließlich an ATT Schüler gerichtet hat, haben sich die Kosten pro Schüler auf ein Minimum beschränkt. Lediglich ein kleiner zweistelliger Betrag war nötig, um dabei zu sein. Insgesamt haben wir ein sehr gelungenes Wochenende erlebt, das wir höchstwahrscheinlich in einer ähnlichen Weise wiederholen werden.

 

 

Veröffentlicht am 29.11.2019

ISIN: US98936J1016

Zendesk ist ein US-Software-Unternehmen, welches eine gleichnamige, cloudbasierte Kundensupport-Plattform vertreibt. Auf der Plattform werden Helpdesk-Ticketing, Self-Service und Kundenservice-Support-Funktionen angeboten. Die vom Unternehmen angebotene Software ermöglicht die Integration von vielen verschieden Content-Management-Systemen, Customer-Relationship-Management-Tools und Web-Apps. Seit 2013 ist Zendesk auch in den Programmen von SurveyMonkey und MailChimp integriert. Seitdem ist es möglich Umfragen und E-Mail-Kampagnen direkt aus der Software von Zendesk zu unterstützen. Die Aktien des Unternehmens werden an der New York Stock Exchange (NYSE) mit einem durchschnittlichen Volumen von ca. 2,05 Mio. Stück gehandelt.

Im Folgenden wird auf die Aktie des Unternehmens aus charttechnischer Sicht eingegangen.

 

Rückblick (Tageschart):

Auf Tagesebene hat sich seit Mitte des Jahres 2019 ein klarer Abwärtstrend gebildet. Dieser befindet sich aktuell in der Korrektur und unter der SMA-200-Linie. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Korrektur würde sich ein Short-Einstieg auf Tagesebene, z.B. mittels einer Umkehrkerze anbieten. Eine solche hat sich bereits gebildet und wurde am Tag darauf unterschritten. Da der Wert seitdem noch keine starke Bewegung vollzogen hat ist es noch möglich pauschal einzusteigen. Der Stopp-Loss sollte in diesem Fall mit etwas Abstand oberhalb des Umkehrstabes erfolgen. Im konkreten Fall würde sich auch ein Stopp-Loss mit etwas Abstand oberhalb der 200er-Linie anbieten. Diese könnte sich als zusätzlicher Widerstand erweisen. Erste Teilverkäufe sind ab der Marke von 63,90 US-Dollar (grüne Zone) einzuplanen. Sollte der Wert über der Marke von 84,15 US-Dollar (rote Zone) schließen ist von einem Short-Einstieg abzusehen.

ZEN-Aktie-Tageschart

 

Ausblick Stundenchart

Ein Short-Einstieg auf Stundenebene ist in diesem Wert ebenfalls denkbar. Dazu müsste sich der aktuelle Aufwärtstrend allerdings zuerst umkehren (siehe Symbolbild). Dann wäre ein Einstieg am P2 oder aber in der anschließenden Korrektur möglich. Der Stopp-Loss hat jedenfalls mit etwas Abstand zum P3 zu erfolgen. Es sind dieselben wichtigen Marken (Zonen) wie auf Tagesebene zu beachten.

Sollte der Kurs das letzte markante Hoch bei $84,15 deutlich überschreiten, ist erstmal vom Short-Szenario abzusehen (siehe rote Zone Tageschart).

ZEN-Aktie-Stundenchart

 

Vor dem Handel ist auf News im Umfeld und aus dem Unternehmen zu achten.

Ebenso sollte die Entwicklung des Gesamtmarktes betrachtet werden.

 

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor/das Unternehmen ist in den besprochenen Finanzinstrumenten bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Finanz- und Börsengeschäfte jeglicher Art sind mit erheblichen Risiken verbunden. Wer mit Finanzinstrumenten handelt, muss sich vorher selbstständig mit den Risiken vertraut machen. Eventuell dargestellte Analysen, Handelsideen, Techniken, Methoden, Besprechungen, Meinungen und sonstige Inhalte sind keine explizite oder implizite Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten oder einer sonstigen Handlung mit finanzieller Auswirkung. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Weiterbildung und zu allg. Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung, Vermittlung oder sonstige Finanzdienstleistung dar. Ebenso wenig dürfen Inhalte als Finanzanalyse verstanden oder benutzt werden. Sie können lediglich eine selbstständige finanzielle Entscheidung des Nutzers informativ erleichtern, aber ersetzen nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung oder die Einholung einer tatsächlichen Finanzanalyse. Der Nutzer handelt demnach stets auf eigenes Risiko und auf eigene Gefahr. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dazu unsere für die Dienste des Unternehmens verbindlichen Nutzungsreglungen und Risikohinweise unter dem Link Rechtliche Hinweise in der Fußnote auf dieser Internetseite zu beachten.

Veröffentlicht am 1.12.2019