Die zweite Welle der Corona-Pandemie hält die Welt nach wie vor in Schach. In Deutschland gilt seit Anfang November ein zweiter Lockdown, jedoch bei weitem nicht mit der Härte, wie im Frühjahr. Geschäfte haben geöffnet und das wirtschaftliche Leben wird weitgehend am Leben erhalten, auch wenn die Bereiche Gastronomie, Reisen und Hotellerie sowie Sport und Fitness im Grunde stillstehen. Doch damit könnte schon bald deutschlandweit Schluss sein. Das Bundesland Sachsen kehrt am kommenden Montag wieder in einen harten Lockdown zurück. Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen. Nur die Lebensmittelversorgung und andere zwingend notwendigen Einrichtungen bleiben geöffnet. Gleichzeitig hat sich auch Bayerns Ministerpräsident Söder für ab sofort härtere Maßnahmen ausgesprochen. Zwar ist Bayern damit noch nicht in einem ähnlich harten Lockdown, doch der Weg dahin scheint nur eine Frage der Zeit. Bis dato hatte der bundesweite „Lockdown Light“ nicht die gewünschten Effekte.

In Großbritannien wurde in dieser Woche der erste Mensch mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft. Das lässt darauf hoffen, die Pandemie schon bald lokal in den Griff zu bekommen. Aufgrund des Genehmigungsverfahrens wird damit gerechnet, in rund einem Monat auch für Europa grünes Licht zu bekommen. Außerdem spielen sich im Hintergrund weiterhin die Brexit-Verhandlungen ab. Am Wochenende hatten EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und UK-Premier Johnson höchstpersönlich verhandelt, jedoch nach wie vor ohne einen Durchbruch. Nach wie vor gibt es Themen, bei denen man noch weit voneinander entfernt sei. Ein Deal ist noch immer nicht sichergestellt. Am Jahresende scheidet Großbritannien nach jahrelangen Verschiebungen voraussichtlich endgültig aus der EU aus, entweder mit oder ohne Deal.

Für diese Woche ist besonders die am Donnerstagmittag anstehende EZB-Sitzung bezüglich Geldpolitik und Leitzins von Bedeutung. Auch in Kanada findet am Mittwoch die Zinsentscheidung statt.

Veröffentlicht am 08.12.2020