Die erste Earnings-Season des neuen Jahres ist am vergangenen Freitag gestartet. Wie üblich hat der US-Bankensektor den Anfang gemacht. JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup haben ihre Quartalszahlen offengelegt. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich, was die Reaktion der Marktteilnehmer zu Handelsbeginn am Freitag gezeigt hat. JPMorgan verlor 5 Prozent, Citigroup gab 3 Prozent ab und Wells Fargo lag eine Stunde nach Handelsbeginn über 3 Prozent im Gewinn. Die Ergebnisse waren grundsätzlich nicht das Problem. Wie so oft war es aber die zukunftsgerichtete Schätzung, die JPMorgan gegenüber Wells Fargo schlecht aussehen ließ. Während Wells Fargo, Amerikas viertgrößtes Kreditinstitut, einer der größten Profiteure der Zinswende sein wird, hat JPMorgan aktuell mit steigenden Kosten zu kämpfen. Außerdem teilte der Finanzvorstand mit, man werde wahrscheinlich das gesteckte Ziel von 17 % Kapitalrendite verfehlen. Insgesamt blickt Jamie Dimon, CEO von JPMorgan dennoch positiv in die Zukunft und rechnet mit einer weiterhin solide wachsenden US-Wirtschaft.

Nächste Woche geht es weiter mit Ergebnisberichten aus dem Finanzsektor. Unter anderem Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie das DowJones-Schwergericht United Health Group werden ihre Bücher öffnen. Die MegaCaps aus dem Technologiesektor Facebook, Apple, Amazon, Microsoft und Google berichten um den Monatswechsel. Den Anfang macht Microsoft am 26. Januar während Facebook am 2. Februar den Schlusspunkt der Tech-Earnings setzt.  

Bevor die genannten Quartalsberichte für Furore am Markt sorgen können, legt der US-Markt jedoch erst eine Pause ein. Am Montag ist Börsenfeiertag in Amerika, sodass der Aktienmarkt erst am Dienstag wieder eröffnet.

 

Veröffentlicht am 16.01.2022