Im Großen und Ganzen verlief die vergangene Börsenwoche eher ruhig. Während der DowJones Futures auf Wochensicht ganze 7 Punkte zulegte und somit fast punktgenau auf der Stelle trat, verlor der Nasdaq Futures etwa 1,7 Prozent an Wert. Der Dax bewegte sich ebenfalls nur äußerst wenig, während der Schweizer Indexfutures analog dem Nasdaq etwa 1,7 Prozent verlor.

Das FED Protokoll von Mittwochabend sorgte ebenfalls nicht für Impulse in die eine oder andere Richtung. Es ist schwer zu prognostizieren, wohin die Reise zinstechnisch in den nächsten Monaten gehen wird. Es mehren sich die Anzeichen von zumindest mittelfristig steigender Inflation, nicht zuletzt, weil diverse Rohstoffpreise seit dem Corona-Crash steil nach oben schießen. Das könnte die FED zu Zinserhöhungen bewegen. Könnte, wären da nicht die nach wie vor verheerenden Auswirkungen Coronas auf die US Wirtschaft.

Grundsätzlich ist in den Aktienmärkten auf Tagesbasis eine Korrektur wahrscheinlich. In den Charts sieht man immer deutlicher, dass die Indexfutures nicht weiter steigen wollen und in teils markante Seitwärtsphasen übergehen. Der Nasdaq hat schon vorsichtig mit einer Korrektur begonnen und der DAX hatte große Mühe, das Allzeithoch von Anfang Januar zu überwinden. Mehr als ein kurzes Antesten haben wir im DAX bisher nicht gesehen. Alles in allem ist ersichtlich, dass die Power nach oben langsam raus ist.

Die Nachrichtenlage bleibt weiter gemischt. Während das Biontech/Pfizer-Vakzin eine Weitergabe der Coronaviren unterbindet, sind trotzdem die Mutationen weiter auf dem Vormarsch und lassen die Neuinfektionen in Deutschland zuletzt wieder anstiegen. Von einer dritten Welle ist bereits die Rede, während erste Lockerungen im Februar umgesetzt werden.

Nachrichtentechnisch steht eine eher ruhige Woche bevor. FED-Chef Powell spricht vor dem US-Kongress, die Notenbank Neuseelands fällt ihren Zinsentscheid und das Q4-BIP aus Deutschland wird veröffentlicht. Ansonsten haben wir es mit den üblichen Nachrichtenterminen zu tun.

 

Veröffentlicht am 22.02.2021