Aus der feiertagsbedingt stark verkürzte Vorwoche gibt es nichts Neues zu Berichten. Die Märkte sind weiterhin stark, in Erwartung eines deutlich besseren Jahres 2021, wenn die Corona-Impfungen weltweit ausgerollt werden.

Insofern wollen wir einmal nach vorne schauen, was uns in der neuen Woche an dem Märkten erwartet. Hierzu lohnt ein Blick in den Nachrichtenkalender, denn es stehen durchaus wichtige Nachrichten auf dem Programm. Insbesondere am Beginn eines neuen Monats hält der Nachrichtenkalender Termine bereit, die für die Märkte mittelfristig von überragender Bedeutung sind. Beispielsweise die Einkaufsmanagerindizes aus China, Europa und Amerika sind zu nennen, denn sie spiegeln die wirtschaftlichen Erwartungen der drei größten Wirtschaftsräume der Welt wider. Nach dem Corona-Crash sind eben diese Indizes massiv eingebrochen, konnten sich aber schnell wieder fangen und sind seitdem, analog zum Gesamtaktienmarkt, aufstrebend. Der besonders schnelle Crash und die darauffolgende Erholung ist, ebenfalls analog zum Aktienmarkt, mit den Corona-Lockdowns zu erklären, die die Wirtschaft im Grunde über Nacht stillgelegt haben und – nach dem Ende der harten Lockdowns – ebenso schnell wieder haben anlaufen lassen. Diese Indizes sollte man im Auge haben, denn sie lassen Rückschlüsse auf das mittelfristig zu erwartende Wirtschaftswachstum zu. Der Corona-Crash als Beispiel ist in diesem Zusammenhang jedoch aufgrund der besonderen Umstände nicht wirklich repräsentativ.

Des Weiteren geben die Notenbanken den Takt vor. Auch in der neuen Woche sprechen unter anderem EZB-Chefin Lagarde und FED-Chef Powell. Außerdem ist die australische Notenbank mit ihrem Zinsentscheid an der Reihe. Grundsätzlich ist in Anbetracht des bald verfügbaren Corona-Impfstoffes mit anhaltender Stärke in den Märkten zu rechnen. Einen zweiten Corona-Crash sehen wir nicht, solange die zukünftigen und bestehenden Lockdowns die Weltwirtschaft weitgehend verschonen. Sollten natürlich harte Maßnahmen wie im Frühjahr 2020 nochmal notwendig werden, dürfte dies die Weltwirtschaft und somit auch die Aktienmärkte erneut stark treffen. Danach sieht es aktuell jedoch nicht aus.

 

Veröffentlicht am 30.11.2020