+++ Ein Hoch jagt das nächste +++

Die Märkte scheinen das Corona-Virus fast vollständig abgeschüttelt zu haben. Obwohl die Zahl der Infizierten, der Todesopfer und der betroffenen Länder stetig ansteigt, feiern die Märkte ein Rekordhoch nach dem nächsten – den niedrigen Zinsen und der auf Pump nach wie vor wachsenden US-Wirtschaft sei Dank. Auch das abgewendete Impeachment-Verfahren tut sein Übriges dazu. Die Angst der Wirtschaft vor einem Regierungswechsel in Richtung der Demokraten schwindet, genau so wie die gleichbedeutende Angst vor wieder steigenden Steuersätzen. Ein Machtwechsel Ende 2020 könnte für die US-Wirtschaft fatale Folgen haben, denn die Vergangenheit hat vermehrt gezeigt, dass demokratische Präsidenten aufgrund einer vorherigen republikanischen Pump-Präsidentschaft, die Steuern anheben mussten. Das könnte die blasenähnliche Aktienhausse mit einem Schlag beenden. Warten wir es ab, in welche Richtung sich der US-Wahlkampf entwickeln wird.

Die neue Woche beginnt ruhig, denn in Amerika ist Börsenfeiertag. Neben den üblichen Konjunkturnachrichten sind die US-Baugenehmigungen und der US-Erzeugerpreisindex am Mittwochmittag sowie das FED-Sitzungsprotokoll am Mittwochabend hervorzuheben. Außerdem sind der Philly-FED-Herstellungsindex am Donnerstag sowie der deutsche Einkaufsmanagerindex am Freitag zu beachten, da sich wichtige Konjunkturindikatoren sind.

 

Veröffentlicht am 17.02.2020