+++ Corona-Crash? Panikverkäufen lassen Märkte 15 Prozent fallen +++

Was für eine Woche. Die wachsende Angst rund um das sich ausbreitende Corona-Virus hat die Märkte heftig geschockt. Der S&P500 ist am Freitag an seinem Tief aus Anfang Oktober 2019 angekommen. Damit hat der Index in kürzester Zeit Kursgewinne zunichte gemacht, für die der Markt fünf Monate gebraucht hat. Da sieht man, welch explosive Situation sich über Monate und Jahre zusammengebraut hat. Lange hat nur eines gefehlt, um das Fass zum Überlaufen zu bringen: Der letzten Tropfen. Doch das Corona-Virus, das inzwischen Städte lahmlegt und sich von Land zu Land weiter ausbreitet, ohne es nennenswert in Schach halten zu können, wird vom Markt als ernste Bedrohung wahrgenommen. 15 Prozent Absturz haben wir bereits gesehen, obwohl der Alltag in Deutschland und den USA bisher nur minimal beeinträchtigt wird. Doch was, wenn auch deutsche oder amerikanische Fabriken stillstehen und chinesische Zustände Alltag werden? Dann könnten wir ohne weiteres die nächsten 15 Prozent Kursverlust sehen, doch soweit ist es noch nicht. Die Corona-Entwicklung hat auch die Zentralbanken auf den Plan gerufen. Zinssenkungen in Amerika für März gelten als ausgemacht, es ist lediglich offen wie stark sie ausfallen werden. Doch ob das die Märkte stabilisieren kann? Vielmehr sehen Experten die Gefahr einer herannahenden Pleitewelle aus China. Stillstand in der Produktion, somit ausbleibende Umsätze, bringen gerade viele kleine und große Unternehmen in China in Probleme, weil Kreditraten nicht mehr gezahlt werden können. Die Systemrelevanz muss wohl nicht näher erläutert werden. Doch warten wir zunächst einmal ab, was die neue Woche bringt – Erholung oder Fortsetzung des Abverkaufs?

Neben den üblichen Wirtschaftsnachrichten sind die Zinsentscheide in Australien und Kanada besonders hervorzuheben. Doch in Tagen, in denen Panik die Märkte regiert, rückt die Relevanz der verschiedenen Nachrichten eher in den Hintergrund.

 

Veröffentlicht am 02.03.2020