+++ Woche nach Ostern startet mit Verlusten +++

Die neue Woche hat gestern mit Verlusten an den US-Aktienmärkten begonnen. Dort fand bereits Handel statt, während die europäischen Börsen am Ostermontag noch geschlossen hatten. Über das Osterwochenende bis auf die fortlaufenden Corona-Nachrichten nur den Öl-Deal, der ab Mai eine Reduzierung der Fördermenge von 9,7 Millionen Barrel umfasst – immerhin rund 10 Prozent der weltweiten Fördermenge. Doch den Märkten scheint diese Reduzierung zu wenig. Der Ölpreis bleibt schwach, denn damit ist der massive Angebotsüberhang bei gleichzeitig reduzierter Nachfrage infolge der angeschlagenen Weltwirtschaft längst noch nicht automatisch vom Tisch. Es wird voraussichtlich eine Weile dauern, sofern der Ölpreis sich ob der genannten Kürzung überhaupt erholen wird.

Der US-Arbeitsmarkt musste vor Ostern den nächsten massiven Dämpfer hinnehmen. Erneut kamen über 6 Millionen neue Arbeitslosenanträge binnen einer Woche dazu. Das angekündigte Konjunkturprogramm im Umfang von 2,3 Billionen Dollar wird hier wohl kurzfristig nicht helfen. Schätzungen zufolge könnte es in Amerika bis zu 20 Prozent Arbeitslosenquote geben.

Neben den üblichen Wirtschaftsnachrichten stehen besonders die Zinsentscheidung in Kanada, die Inflation in Europa sowie die Zahlen des Einzelhandels aus Amerika im Fokus. Da die US-Wirtschaft zu rund 70 Prozent auf Konsum basiert gilt der Zustand des Einzelhandels als besonders wichtig.

 

Veröffentlicht am 13.04.2020