+++ Für Trump wird es eng +++

Während sich die Lage an den Finanzmärkten zwischenzeitlich etwas entspannt hat, gerät US-Präsident Trump immer mehr in die Schusslinie der Corona-Probleme in Amerika. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es inzwischen die meisten Infizierten und auch die meisten Todesfälle weltweit und die Wirtschaft leidet – auch unter der Talfahrt des Ölpreises.

Doch Kritik an seiner Person – das ist hinlänglich bekannt – kommt bei Trump nicht gut an. Bei der Fehleranalyse ist eines ganz besonders wichtig: Der Fehler muss bei den anderen liegen. Anstatt alle Energie in die Bekämpfung des Corona-Virus zu stecken ist Trumps größtes Problem offenbar die bevorstehende Präsidentschaftswahl. Über 30 Millionen Arbeitslose, Börsencrash, Rezession – all das hatte sich Trump anders vorgestellt. Gute Werbung für eine Wiederwahl sieht wahrlich anders aus. Somit macht Trump strategisch gesehen dort weiter, wo er vor der Corona-Krise aufgehört hat: China als Schuldigen für alles Schlechte in Amerika öffentlich anprangern. Es gebe starke Beweise dafür, dass das Corona-Virus aus einem Labor in Wuhan stamme. Es sei offensichtlich, dass China alles daran setze, Trumps Wiederwahl zu verhindern. So das Statement aus dem Weißen Haus. Die Angst vor einem erneuten Aufflammen des Zollstreites hatte die Aktienmärkte am Freitagnachmittag bereits etwas nach unten gedrückt. Das wäre nun wirklich das letzte, das wie Weltwirtschaft gebrauchten könnte.

Neben den üblichen Nachrichten ist auf folgende Termine besonders zu achten: Zinsentscheidungen in Australien und Großbritannien sowie US-Arbeitslosenzahlen und Non-farm payrolls.

 

Veröffentlicht am 04.05.2020