+++Ein Rekordhoch jagt das nächste +++

Die Aktienmärkte sind derzeit in Partylaune. Unbeeindruckt von den bisherigen Allzeithochs marschierten sowohl die europäischen als auch die amerikanischen Leitindizes in Richtung neuer Rekordhochs – und das trotz konjunkturell immer düstere Prognosen und des nach wie vor ungelösten Handelskriegs.

Die Notenbanken tun ihr Übriges dazu, indem sie ihre Geldpolitik zur Unterstützung der Konjunktur einsetzen. In diesem Sinne hatte die US-Notenbank FED vor anderthalb Wochen erst ihre Zinsen um 25 Basispunkte herabgesetzt. Doch in der vergangenen Woche waren es vermeintlich gute Nachrichten zwischen China und den USA. Es wurde gemeldet, beide Seiten seien bereit, ihre gegenseitig auferlegten Zölle im Rahmen eines Deals komplett abzubauen. Ein Plus von 400 Punkten im Dow Jones und ein neues Rekordhoch waren die Folge. Doch wie wir es inzwischen von Positivmeldungen zu diesem Thema kennen, ließ die Ernüchterung nicht lange auf sich warten und die Märkte gaben einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Ob und wann ein belastbarer Deal tatsächlich zustande kommen könnte, ist völlig unklar. Die Bewegungen an den Märkte geschehen aktuell weitgehend aufgrund von Nachrichten, Behauptungen oder Hoffnungen auf eine Einigung. Sollte China jedoch tatsächlich darauf abzielen, nach einem möglichen Ende von Trumps Amtszeit im Januar 2021 mit einem neuen US-Präsidenten ernsthaft verhandeln zu wollen, könnte das Katz-und-Maus-Spiel auch in 2020 ein bestimmender Faktor an den Märkten bleiben.

Die wichtigsten Nachrichten der neuen Handelswoche sind der Zinsentscheid in Neuseeland, die Inflationszahlen aus Amerika, die Reden des FED-Chefs Powell am Mittwoch- sowie Donnerstagnachmittag und das BIP aus Deutschland.

Veröffentlicht am 11.11.2019