+++Gute Jobdaten trösten über schwache Industrie hinweg +++

Die weiter schwächelnde US-Industrie in Kombination mit wieder aufkeimendem Pessimismus in Sachen Handel haben in den letzten Tagen für eine kleine Korrektur an den Märkten gesorgt. Die zwei Korrekturtage wurden – natürlich dank News zum Handel – abgefedert. Am vergangenen Freitag gesellten sich dann auch noch überraschend starke Arbeitsmarktdaten aus den USA hinzu. Die niedrigste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren war ein Grund dafür, dass die Märkte sich auf den Weg zu neuen Allzeithochs gemacht haben. Für neue Hochs hat es noch nicht ganz gereicht, doch weit ist der Weg im S&P 500 nicht mehr. Die Zeit wäre reif für eine Jahresendrallye, denn bis zu den Weihnachtsfeiertagen ist es schließlich auch nicht mehr weit. Ansonsten ist es genau so, wie in den vergangenen Wochen auch: Das Geschehen an den Märkten wird zum überwiegenden Teil durch Nachrichten bestimmt, sei es zum Handelsstreit, zur Konjunktur oder eventuell bald wieder aufgrund des Brexits. Insgesamt kein einfaches Umfeld, denn es ist faktisch nicht möglich sich auf Trumps teils stark marktbewegenden Tweets einzustellen.

Um direkt beim Thema Nachrichten zu bleiben: Die kommende Woche hat wieder einiges zu bieten. Insbesondere steht am Mittwochabend die letzte Zinsentscheidung der US-Notenbank FED auf dem Plan. Hinzu kommen die britischen Parlamentswahlen am Donnerstag, bei denen die Weichen für den Fortgang des Brexit-Themas gestellt werden. Die aktuelle Deadline ist Ende Januar 2020. Kommt es zu keiner Mehrheit, die in der Lage ist, den Brexit – ob hart oder nicht – durchzuziehen, wäre eine weitere Verschiebung denkbar.

 

Veröffentlicht am 09.12.2019