Es ist DAS Nachrichtenthema schlechthin in den vergangenen Tagen: Der Konflikt im Osten Europas zwischen der Ukraine und Russland. Inzwischen gehen fast täglich Nachrichten um die Welt, die auch immer stärker Einfluss auf den Aktienmarkt nehmen. Ziehen die Russen nun ihre Truppen wieder ab, oder stocken sie auf? Auf welche Weise rüstet die Ukraine auf? Und dann wären da noch die ständigen, gewissermaßen Unruhe stiftenden Nachrichten aus Amerika. „Russland wird bald angreifen, es gibt konkrete Beweise“ oder „Putin wartet nur noch auf einen Vorwand, um in die Ukraine einzumarschieren“ kann man immer wieder von den aller höchsten Stellen aus den USA hören.

Die USA wären wirtschaftlicher Gewinner, sollten sich die Fronten zwischen Russland und Europa weiter verhärten und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zum Stillstand kommen. Wer würde die Gaslieferungen der Russen nach Europa höchstwahrscheinlich ersetzen? Richtig, die USA. Wer wäre einer der Hauptprofiteur von einer weiteren Eskalation und einem verstärkten militärischen Aufrüsten? Richtig, die USA – als weltgrößter Waffenproduzent und -exporteur. Wer kann mit diesem Konflikt von den eigenen Problemen, konkret von den derzeit miserablen Zustimmungswerten ablenken? Richtig, die USA, oder besser gesagt Präsident Biden. Außerdem können die Amerikaner sich zurücklehnen, denn der Konflikt spielt sich weit vor von der eigenen Heimat ab. Das sind nur wenige von vielen Aspekten, die deutlich machen, welche Interessenslage in den USA herrscht. Europa läuft stattdessen in eine Situation hinein, die die Wirtschaft und jeden einzelnen Haushalt extrem wird unter Stress setzen können. Stelle man sich nur die explodierenden Energiepreise vor, sollten die Energielieferungen aus Russland versiegen. Das kann nicht im Interesse Russlands sein, dann nahezu die Hälfte der Gasexporte gehen nach Europa. Doch es könnte passieren, dass am Ende jeder einzelne EU-Bürger die Zeche zahlt, in Form von zehnfach höheren Strom- und Gaspreisen. Ganz abgesehen von potenziellen Opfern kriegerischer Auseinandersetzungen im Osten Europas und auf russischer Seite.

Was machen die Märkte in diesen Tagen? Überall auf der Welt gehen die Aktienbörsen auf Talfahrt. Über die FED redet derzeit, trotz des am Mittwoch veröffentlichten FED-Protokolls fast niemand mehr. Russland und Ukraine, das ist das Thema, das die Börsen derzeit interessiert. Wenn die Kapitalmärkte eines nicht mögen, dann ist es Unsicherheit. Und genau die wächst quasi minütlich. Ein Segen für alle, die Gold long sind. In Krisenzeiten ist Gold eben eine sichere Bank. Allein im Februar hat Gold fast 6 Prozent an Wert hinzugewonnen, genau wie Öl, das ebenfalls von Hoch zu Hoch marschiert. Hoffen wir alle das Beste, nämlich auf eine friedliche und diplomatische Lösung und Normalisierung im Osten Europas.

 

Veröffentlicht am 20.02.2022