Stopregeln nach Markttechnik

Das Risiko- und Moneymanagement ist eines der wichtigsten Dinge, welche man beim Trading beachten sollte. In fast jeder Abhandlung über das Trading kommt der Satz „Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen“. Wenn man das Thema Stops vollumfänglich behandelt, dann geht es aber weit über die Betrachtung des Initialrisikos, also der Verlustbegrenzung, hinaus. Vielmehr geht es auch darum, wie man Gewinne laufen lassen kann und wie man sinnvoll Stops hinterher ziehen kann, um Teilgewinne mitnehmen zu können. An dieser Stelle wird nun kurz auf die einzelnen Stoparten eingegangen, welche es gibt. Anschließend wird speziell auf die Thematik der Stops beim markttechnisch orientierten Trading eingegangen.

Stoparten

Bei den Stoparten unterscheidet man grundsätzlich den Verlustbegrenzungsstop und den Gewinnmitnahmestop.

Verlustbegrenzungsstop

Der Verlustbegrenzungsstop ist der bekannteste. Er wird auch Stopp Loss oder Initial-Risiko-Stop genannt. Er dient dazu bereits beim Eingehen der Position sein Risiko zu kennen und damit seinen maximalen Verlust festzulegen. Stops sind aber keine 100%ige Garantie, dass die Einhaltung des maximalen Verlustes gewährleistet ist. Eine Stop-Order wird bei Erreichen des Stopkurses automatisch zur Market-Order, so dass die Ausführung zum nächstmöglichen Preis stattfindet. Das heißt, dass man auch viel schlechter ausgeführt werden kann, wenn zu dem Preis keine Gegenposition am Markt angeboten wird. Das ist auch der Grund, warum ein professioneller Trader nur liquide Werte handelt. Dadurch ist das Risiko einer deutlich schlechteren Ausführung minimiert.

Ein gutes Beispiel für dieses Risiko ist der Frankenschock, welcher sich am 15.01.2015 ereignete. An diesem Tag hob die Schweizer Nationalbank die Kursbindung zum Euro auf. Die Trader, welche Long im Markt positioniert waren, hatten ihre Stoporders alle kurz unter der Marke von 1,20000 und sind dann böse erwischt worden.

Abbildung Frankenschock

Beim Verlustbegrenzungsstop kann man verschiedene Ansätze wählen:

Hierbei wird ein Fixer Betrag riskiert. Wenn ich beispielsweise bereit bin 50,00 € pro Position zu riskieren, dann wird genau an dieser Stelle der Stop gesetzt. Das geschieht dann natürlich in Abhängigkeit von der Positionsgröße.

Hierbei wird ein prozentualer Betrag vom Gesamtkapital riskiert. Wenn ich beispielsweise bereit bin 1% von meinem Kapital zu riskieren und ein 5.000,00 € Konto handle, dann darf ich maximal 50 € pro Trade riskieren. Die Positionsgröße wird dann in Abhängigkeit von dem Stopabstand und von dem maximalen Risiko bestimmt.

Beim Volatilitätsstop geht es darum die Schwankungsbreite des Marktes zu berücksichtigen. Das heißt, dass in ruhigen Marktphasen mit einer niedrigen Volatilität der Stop enger am Einstiegspreis liegt als in volatileren Marktphasen.

Bei den Stops nach Markttechnik entscheidet der Chart und damit der Markt, wann ein Setup nicht mehr gültig ist und somit den Stop auslöst.

(Ausführliche Erläuterungen siehe weiter unten auf dieser Seite)

Mindestens genauso wichtig wie der Initialstop, ist der Gewinnmitnahmestop. Jeder Trader benötigt auch Regeln, um Gewinne abzusichern und mitzunehmen. Aus diesem Grund werden die Stops nach bestimmen Regeln hinterher gezogen. Von einen Gewinnmitnahmestop wird gesprochen, sobald der Break-Even einer Position erreicht wird. Ab diesem Moment ist die Position risikolos. Beim nachziehen der Stops gibt es ebenfalls verschiedene Ansätze.

Beim sogenannten Geld-Stop wird ein fixer Nominalbetrag als Stopabstand gewählt. Entwickelt sich ein Wert in eine bestimmte Richtung, wird der Stop um den gleichen Betrag nachgezogen. Dabei werden meist die Tages- oder Stunden-Schlußkurse als Basis genommen, damit nicht jede Veränderung des Preises eine Stopversetzung nach sich zieht.

Beim Prozent-Stop wird im Prinzip das Gleiche gemacht, wie beim Geld-Stop, nur das der Stop um einen festen prozentualen Wert nachgezogen wird. Sowohl der Geld-Stop als auch der Prozent-Stop gehören zu den Trailing-Stops, welche automatisch nachgezogen werden.

Beim Indikator Stop wird ein Indikator verwendet um einen Stop nachzuziehen. Ein Beispiel dafür wäre der ATR (Average True Range – Indikator), welcher die Marktvolatilität abbildet. Der Stop wird dann mit einem Vielfachen des ATR´s nachgezogen. Ein anderer Anwendungsfall ist das automatische glattstellen der Position, wenn ein Indikator einen bestimmten überkauften oder überverkauften Bereich erreicht.

Bei den Stops nach Markttechnik entscheidet der Chart und damit der Markt, wie und wann ein Stop nachgezogen wird.

(Ausführliche Erläuterungen siehe weiter unten auf dieser Seite)

Gewinnmitnahmestop (Take Profit Stop)

Mindestens genauso wichtig wie der Initialstop, ist der Gewinnmitnahmestop. Jeder Trader benötigt auch Regeln, um Gewinne abzusichern und mitzunehmen. Aus diesem Grund werden die Stops nach bestimmen Regeln hinterher gezogen. Von einen Gewinnmitnahmestop wird gesprochen, sobald der Break-Even einer Position erreicht wird. Ab diesem Moment ist die Position risikolos. Beim nachziehen der Stops gibt es ebenfalls verschiedene Ansätze.

Beim sogenannten Geld-Stop wird ein fixer Nominalbetrag als Stopabstand gewählt. Entwickelt sich ein Wert in eine bestimmte Richtung, wird der Stop um den gleichen Betrag nachgezogen. Dabei werden meist die Tages- oder Stunden-Schlußkurse als Basis genommen, damit nicht jede Veränderung des Preises eine Stopversetzung nach sich zieht.

Beim Prozent-Stop wird im Prinzip das Gleiche gemacht, wie beim Geld-Stop, nur das der Stop um einen festen prozentualen Wert nachgezogen wird. Sowohl der Geld-Stop als auch der Prozent-Stop gehören zu den Trailing-Stops, welche automatisch nachgezogen werden.

Beim Indikator Stop wird ein Indikator verwendet um einen Stop nachzuziehen. Ein Beispiel dafür wäre der ATR (Average True Range – Indikator), welcher die Marktvolatilität abbildet. Der Stop wird dann mit einem Vielfachen des ATR´s nachgezogen. Ein anderer Anwendungsfall ist das automatische glattstellen der Position, wenn ein Indikator einen bestimmten überkauften oder überverkauften Bereich erreicht.

Bei den Stops nach Markttechnik entscheidet der Chart und damit der Markt, wie und wann ein Stop nachgezogen wird.

(Ausführliche Erläuterungen siehe weiter unten auf dieser Seite)

Stopregeln nach Markttechnik

Wie oben schon kurz erwähnt, geht es bei der markttechnisch orientierten Stopsetzung darum, den Markt entscheiden zu lassen, wann das Setup nicht mehr gültig ist und wann somit die Trade-Idee kaputt ist. Wir wissen beim Eingehen der Position, warum wir dem Setup eine höhere Wahrscheinlichkeit einräumen im Gewinn zu enden, als bei anderen Setups. Genau aus dem Grund können wir den Stop dort hinsetzen, wo das Setup nicht mehr gültig ist.

Verlustbegrenzungsstop nach Markttechnik

Der Verlustbegrenzungsstop in der Markttechnik orientiert sich am nackten Chart. Hierbei gibt es zwei Ansätze.

1. Handel des Trends

Beim Trendhandel wird der Stop immer unter oder über den letzten Punkt 3 gesetzt. Das heißt, dass der Stop immer genau dort liegt, wo der Trend kaputt wäre. In der folgenden Abbildung wird die Stopsetzung verdeutlicht.

Abbildung Stopsetzung im Chartbild

Die GWL befindet sich aktuell in der Korrektur und wird in dieser Grafik nicht dargestellt. Der Signal-Trend wird durch die blauen Pfeile visualisiert. Der Trade wurde eingegangen nachdem in der Signallage ein erster untergeordneter Trend entstand und dieser nun in der Korrektur war (Setup 2). Der Stop gehört demnach an die Stelle, wo die Trade-Idee kaputt ist. Das heißt an der Stelle, an welcher der untergeordnete Trend gebrochen werden würde. Da der letzte P3 bei 44,81 $ war, gehört dort eigentlich der Stop hin. Der Stop wurde aber auf 45,26 $ gesetzt, da man immer etwas Luft zwischen dem letzten P3 und dem Stop lässt. Auf diese Weise kann das Marktrauschen den Stop nicht unnötig auslösen.

2. Bewegungshandel

Beim Bewegungshandel geht es darum die Bewegung bis zum nächsten P2 und darüber hinaus zu handeln. Bewegungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie schnell und zügig verlaufen. Das heißt, dass wir als Trader nach eingehen der Position davon ausgehen müssen, dass diese schnell in den Gewinn läuft. Das ist die Grundidee von unserem Trade beim Bewegungshandel.

Demzufolge wird der erste Initial-Stop beim Eingehen einer Short-Position auf das letzte Kerzenhoch gelegt. Bei einer Long-Position entsprechend auf das letzte Kerzentief. Warum genau an dieser Stelle der Stop liegt, erklärt sich aus der Trade-Idee. Wenn die Position nicht wie geplant schnell anläuft und dann das Kerzenhoch (Short-Position) oder das Kerzentief (Long-Position) über- oder unterschritten wird, wäre unsere Trade-Idee kaputt. Genau aus dem Grund liegt an dieser Stelle der Stop.

In der folgenden Grafik sieht man ein Beispiel für einen Stop beim Bewegungshandel einer Short-Position. Der Umkehrstab wurde als Einstiegssignal verwendet. Der Einstieg ist direkt unter dem Umkehrstab und der Initial-Stop liegt über dem letzten Kerzenhoch.

Beispiel für einen Stop beim Bewegungshandel einer Short-Position
3. Gewinnmitnahmestop nach Markttechnik

Auch bei den Gewinnmitnahmestops orientiert man sich in der Markttechnik am Chart. Es wird weder ein Indikator noch ein fixer oder prozentualer Trailingstop verwendet. Allein der Markt entscheidet, wann wir aus der Position ausgestopt werden. Bei den Gewinnmitnahmestops gibt es wieder, wie beim Initialstop zwei Grundstrategien.

    1. Stopversetzung nach Trend-Handel
      Bei der Stopversetzung nach Trend-Handel wird immer auf den nächsten P3 des gehandelten Trendes der Stop nachgezogen. Im folgenden Chart kann man die Stopversetzung nach Trendhandel sehen. Der blaue Trend ist die GWL und der orangene Trend ist die SL. Als Einstieg wurde hier der P2 Handel (Setup1) verwendet. Anschließend wurde immer auf den letzten P3 der Stop nachgezogen.

2. Stopversetzung nach Bewegungshandel

Beim Bewegungshandel wird der Stop immer auf das Hoch (Short-Position) oder das Tief (Long-Position) der letzten Periode, unter Beachtung von Innenstäben, gesetzt. Innenstäbe habe eine besondere Bedeutung beim marktechnisch orientierten Trading. Bei dessen Auftreten wird klar, dass es aktuell keine eindeutige Richtung im Handel gibt. Viele Marktteilnehmer halten sich deshalb mit dem Aufbau von neuen Positionen zurück, so dass die Liquidität am Markt fehlt. Das ergibt wiederum das typische Bild von Innenstäben. Um beim Bewegungshandel nun nicht unnötig aus dem Markt zu fliegen, wird der Stop deshalb auf eine Periode davor versetzt.

Im folgenden Chart wird der Bewegungshandel dargestellt. Der Einstiegsgrund war der Umkehrstab am 18.09.2017, welcher in der Grafik mit einem Pfeil markiert wurde. Der Stop wurde über den Umkehrstab bei ca. 23,94 $ gelegt. Der nächste Tag schloss deutlich unter dem Tiefpunkt des Umkehrstabes, so dass der Stop versetzt werden konnte. Der darauf folgende Tag konnte kein neues Tief machen, so dass der Stop wieder zurück auf die 23,94 $ gesetzt wurde. Darauf folgte wieder ein Tag mit einem neuen Tief, so dass der Stop auf das Hoch vom 21.09.2017 versetzt werden konnte. Anschließend ging es dann immer so weiter.

Darstellung Bewegungshandel im Chartbild

3. Stopversetzung mit geteilten Stops

Je mehr man sich mit Trading beschäftigt, desto mehr wird man versuchen, das Maximale aus einem Trade raus zu holen. Hier ist es zu empfehlen, mit geteilten Stops zu arbeiten. Dies ist natürlich nur möglich, wenn die Position groß genug ist, um sie teilen zu können. Mit einem Kontrakt kann man diese Strategie nicht verwirklichen.

Man kann beispielsweise einen Stop auf Bewegungshandel verwalten und einen anderen auf Trendhandel. Oder man verwaltet einen Stop auf Trend-Tag und den anderen auf Trend-Stunde. Auf diese Weise kann ich sehr früh meine Position aus dem Risiko nehmen ohne mir aber die Chancen der potentiellen Gewinne zu nehmen. Viele Trader lassen eine kleine Restposition immer stehen und verwalten diese auf ganz großem Trend. Somit kann man auf der Welle des ganz großen Geldes mitschwimmen und bei dem einen oder anderen Trade richtig viel herausholen.