Trading-Setups nach Markttechnik

Wir haben uns hier auf die Setups beschränkt, welche wir bei ATT-Trading verwenden.

Unsere Setups konzentrieren sich auf den Trendhandel, da wir hierdurch bessere Trefferquoten erzeugen können, als mit anderen Einstiegssignalen. Des Weiteren handeln wir immer aus der Korrektur heraus, welche sich in der Großwetterlage (GWL) gebildet hat.

Setups

Wir unterscheiden 3 Einstiegsszenarien. In allen Fällen versucht man weit aus der Korrektur heraus in Trendrichtung der Großwetterlage zu handeln. Die Korrektur muss in allen Fällen mindestens 50% der vorherigen Bewegung abgearbeitet haben. Korrekturen, welche kleiner ausfallen werden nicht gehandelt.

  1. Punkt 2 Handel

    Beim Setup P2-Handel handelt man den P2 der untergeordneten Signallage in Trendrichtung. Der P2 hat eine besondere Bedeutung, da an dieser Stelle im Chart viele Marktteilnehmer mit Ihren Orders zusammen treffen. Hier häufen sich die Orders der Trader welche dort…

      • …ihre Stop-Order liegen haben.
      • …eine Position eröffnen möchten.
      • …die Position drehen möchten.

 

Am P2 kommt es dadurch häufig zu sehr schnellen und starken Kursbewegungen. Manchmal kommt es sogar zu Kettenreaktionen, da die Stoporders der Marktteilnehmer nicht immer gleich eng an den wichtigen Chartmarken gelegt wurden. Dadurch beschleunigt sich die Bewegung enorm.

Chartbild klassischer P2-Handel

In dem Chartbild kann man den klassischen P2-Handel sehen. Links ist die GWL mit der Punktzählung nach Markttechnik zu sehen. Rechts sieht man die Signal-Trendgröße, welche ebenfalls mit Punktzählung versehen wurde. Am P2 der Signallage wurde dann die Position eröffnet, da davon auszugehen war, dass sich nun der GWL-Trend fortsetzt.

 

2. Einstieg in der Korrektur

Beim Einstieg aus der Korrektur heraus ist es wichtig, dass hier die Korrektur des Signaltrends gemeint ist. Sowohl die Großwetterlage als auch die Signallage befinden sich also in der Korrektur. Das heißt, dass in der Signallage nun ebenfalls ein Trend in Richtung des Haupttrends besteht, da der P2 bereits durchbrochen wurde. Der Signaltrend befindet sich nun also zusätzlich in der Korrekturphase.

Beim Einstieg aus der Korrektur gibt es drei verschiedene Varianten:

  • Pauschaler Einstieg
    Beim pauschalen Einstieg in der Korrekturphase wird meist gewartet bis erste Schwächezeichen zu sehen sind. Wenn die Kurse also nur zaghaft zurück laufen, kann man den Einstieg so lange machen, bis der letzte P3 des untergeordneten Trends gebrochen wurde. Bei dieser Einstiegsvariante steigt man gleich mit der geplanten Positionsgröße in den Markt ein.

    Die folgende Abbildung verdeutlicht einen solchen Einstieg in Short-Richtung. Die GWL wird in blau dargestellt. Die SL in orange. Die Punktzählung nach Markttechnik wird ebenfalls sowohl für die GWL (in groß) als auch für die SL (in klein) dargestellt. Der Stop-Loss befindet sich am letzten Punkt 3 der SL.

 

 

  • Gestaffelter Einstieg

    Meist ist es schwierig so gut in den Markt zu kommen, dass man das Hoch in der Korrekturphase erwischt. Da man nicht genau weiß, wann der Markt wieder in Trendrichtung geht, legt man bei dieser Variante mehrere Limit-Orders in den Markt und lässt sich nach und nach in die Position einstoppen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Gesamtrisiko nicht außer Acht gelassen wird. Die Summe der einzelnen Limit-Orders darf nicht das Gesamtrisiko übersteigen. Bei diesem Einstieg kommt es oft dazu, dass man nicht mit der geplanten Positionsgröße im Markt ist, da nur ein Teil der Limit-Orders abgeholt wurde.

    Diese Einstiegsvariante kann man ebenfalls an dem vorhergehenden Chartbild verdeutlichen. Wir hätten uns nur mit mehreren Limit-Orders in den Markt einstoppen lassen können.

  • Einstieg per Umkehrstab

    Bei einem bestehenden Trend in der Signallage kann man auch versuchen per Umkehrstab in den Markt zu kommen. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass der Signaltrend sich wieder in die ursprüngliche Richtung bewegt.

    Im folgenden Chartbild wird diese Einstiegvariante erläutert. Sowohl die GWL als auch die SL haben bereits einen Trend gebildet. Der Umkehrstab schafft nun zusätzlich Sicherheit bei dem Setup, da die Wahrscheinlichkeit, dass der Trade im Gewinn endet damit steigt. Man hätte aber auch beim P2 des Signaltrends davor einsteigen können und hätte den Umkehrstab dazu nutzen können die Position aufzubauen.

    Bei Umkehrstäben ist darauf zu achten, dass die betrachtete Zeiteinheit nicht zu klein wird, da die Signifikanz des Umkehrstabes fällt, je kleiner die Zeiteinheit ist. Umkehrstäbe auf Tag haben eine sehr große Relevanz.

Abbildung Einstieg per Umkehrstab
3. Unscharfer Handel

Der unscharfe Einstieg wird so genannt, da man hier nicht auf ein Signal in der Signallage wartet. Man steigt also pauschal in der GWL ein, wenn die Korrektur nahezu 100% ist. Bei diesem Setup kombiniert man also nicht zwei Trendgrößen, wie bei den anderen beiden.

Der unscharfe Handel ist ein sehr riskantes Setup, da genau an der Stelle die Position eröffnet wird, wo andere Marktteilnehmer gezwungen sein könnten zu handeln. Im reellen Handel kommt es oft vor, dass der letzte P3 des GWL-Trends kurz angetestet wird und dann die Kurse wieder in die Trendrichtung gehen. Da an dieser Stelle oft auch die Stoporders liegen, kann es dazu kommen, dass die Stops gefischt werden. Aus dem Grund sollte man dieses Setup nur wählen, wenn die vorangegangene Korrektur sehr zäh war oder sich bestenfalls ein Umkehrstab gebildet hat.

Der unscharfe Einstieg wird anhand des folgenden Chartbildes verdeutlicht. Der GWL-Trend (in blau) hat zu 100% korrigiert. Man hätte auch direkt noch weiter oben einsteigen können. In dem Fall wurde aber der Einstieg in die Position gemacht, nachdem ein Umkehrstab entstanden ist. Direkt unter dem Umkehrstab ist die Position eingestoppt wurden. Der Stop-Loss liegt im Falle des unscharfen Einstieges am letzten Punkt 3 der GWL, da man hier direkt die GWL handelt.

Unscharfer Einstieg im Chartbild