Ausgerechnet rund einen Monat vor der US-Präsidentschaftswahl hat das Corona-Virus denjenigen heimgesucht, der es kategorisch verharmlost und für ungefährlich erklärt hat, der öffentlich fast immer ohne Maske zu sehen ist und der nicht viel von Mindestabständen hält. US-Präsident Donald Trump hat sich infiziert. Und mit ihm auch einige seiner engsten und wichtigsten Vertrauen wie Ehefrau Melania, seine PR-Beraterin Hope Hicks und einige weitere Mitarbeiter. Die Frage ist derzeit, wie es Trump tatsächlich geht. Mit über 70 Jahren und seiner körperlichen Konstitution gehört er zur Risikogruppe, auch wenn über seinen körperlichen bzw. gesundheitlichen Zustand nicht viel bekannt ist. Die Berichte gehen derzeit weit auseinander. Insider sagen, es sei kritisch und Trump habe Atemprobleme gehabt. Seine Ärzte stattdessen sagen alles sei gut, während sie jedoch mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Zum Beispiel ist die Frage offen, warum Trump Medikamente bekommt, die sonst nur bei schweren Krankheitsverläufen verabreicht werden, wenn gleichzeitig sei Zustand als gut angesehen wird. Aktuell ist das nicht mehr als Stochern im Nebel. Die neue Woche dürfte hinsichtlich des Genesungsprozesses entscheidend werden. Die Frage ist jedoch, ob und welche Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Die hohe Nachrichtendichte hat in den letzten Wochen ihre Spuren im Markt hinterlassen. Wenig Volumen und somit kaum Action sind Zeichen der Zurückhaltung vieler großer Marktteilnehmer. Doch die Unsicherheit wird derzeit nicht weniger. Es geht mit großen Schritten auf die Wahl zu, Trumps Gesundheitszustand ist weitgehend unbekannt und am Mittwoch mischt sich auch noch die FED in den Nachrichtenkalender. Das Sitzungsprotokoll der letzten Notenbanksitzung wird veröffentlicht. Des Weiteren steht am Dienstagmorgen die Zinsentscheidung der Royal Bank of Australia auf dem Programm.

 

Veröffentlicht am 04.10.2020