+++ Märkte atmen ein wenig durch +++

Die wochenlange Rekordjagd an der Wallstreet hat in der vergangenen Woche vorerst ein Ende gefunden. Eine bereits überfällige Korrektur hat eingesetzt, auch weil die bisher völlig weggewischten Sorgen hinsichtlich des Corona-Virus erneut aufgeflammt sind. Wir lange die Korrektur laufen wird, bleibt abzuwarten. Erste Anlaufstelle für die US-Indizes ist die 50-Tage-Linie, die in den vergangenen Korrekturen immer wieder nicht nur für Halt gesorgt hat, sondern auch das Ende der Korrektur markiert und die nächste Bewegung eingeläutet hat. Eines ist jedenfalls klar: Der Markt darf gut und gerne mal einige hundert Punkte fallen, um einer gesunden Bereinigung Willen, die mit neuen Chancen in den nächsten Wochen einhergehen wird. So lange die Zentralbanken derart viel Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen, sollten die zuletzt selten gewordenen Chancen in Long-Richtung nicht leichtfertig vergeben werden – also Augen auf nach der Korrektur. Die Märkte können noch sehr viel weiter laufen, wobei eine größere, ausgedehntere Korrektur grundsätzlich an der Zeit wäre. Schaut man sich die wenigen Aktien an, die die Indizes maßgeblich beeinflussen, dann sind ungesunde Kursbewegungen offensichtlich. Apple, Microsoft oder auch Tesla bewegen sich derzeit technisch auf sehr dünnem Eis. Größere Korrekturen wären mit Blick auf die Tagescharts an der Reihe und würden ob ihrer Gewichtung die Indizes in größere Korrekturen zwingen. Ob und wann dies passieren wird können wir nur abwarten.

Die neue Woche bringt einige wichtige Wirtschaftsdaten mit sich: das BIP aus Deutschland, dessen Prognose mit 0,1 Prozent veranschlagt wurde, die BIP-Prognose aus Amerika sowie die Auftragszahlen langlebiger Güter. Zudem sprechen einige Vertreter von EZB und FED. Am kommenden Wochenende blickt dann alles nach China, wo Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe offengelegt werden. Hier dürfte sich das Corona-Virus entsprechend niederschlagen.

 

Veröffentlicht am 23.02.2020