Die vergangene Woche war in Anbetracht der Nachrichtenlage kaum in ihrer Wichtigkeit zu überbieten. Die Quartalszahlen der Tech-Giganten und das FED-Meeting haben jedoch nicht für Überraschungen gesorgt. Die FED hält sich weiter bedeckt in Sachen Reduzierung der Anleihekäufe beziehungsweise Erhöhung des Leitzinses und die Quartalsberichte haben, wie in dieser Berichtsaison fast schon üblich, im Grunde durch die Bank ihre Erwartungen übertroffen. Nicht besonders verwunderlich, denn das US-Wirtschaftswachstum als Ganzes liegt ebenfalls über den Erwartungen.

Die wichtigen Aktienindizes, angefangen bei Dax und Eurostoxx über S&P500, DowJones und Nasdaq100 laufen seit rund zwei Wochen nur seitwärts. Nach oben fehlen die Impulse und für eine ordentliche Abwärtsbewegung fehlen die Negativschlagzeilen, die sonst für mehrtätige Abverkäufe gesorgt haben. Daran wird sich voraussichtlich auch so schnell nichts ändern, wenngleich auch in dieser Woche wieder wichtige Wirtschaftsdaten anstehen. Doch der Fortschritt in Sachen Impfungen und die Hoffnung weitgehender Wirtschafts- und Umgangslockerungen über die Sommermonate dominieren aktuell die Stimmung an den Märkten. Das schlimmste scheint vorüber, solange nicht eine Virusmutation entdeckt wird, gegen die einige oder alle Impfstoffe wirkungslos sind. Letzteres ist einer der schwarzen Schwäne, der durchaus nochmal für einen brutalen Einbruch an den Börsen sorgen könnte.

Die Handelswoche beginnt mit einem Bankfeiertag in Großbritannien, sodass etwa 50 Prozent des weltweiten Währungshandels heute fehlen. Dazu kommen die ISM-Einkaufsmanagerindexe aus den USA. Am Montag für den Industriezweig und am Mittwoch für den Dienstleistungsbereich. Auch die Einkaufsmanagerzahlen aus China sind wichtig. Weitere wichtige Nachrichten sind Australiens Zinsentscheidung am Dienstag, Großbritanniens Zinsentscheidung am Donnerstag und die Nonfarm-Payrolls am Freitag.

 

Veröffentlicht am 03.05.2021