Es waren Bilder, die in den letzten Tagen um die Welt gegangen sind: Ein gigantisches Containerschiff steht quer im Suezkanal, einer der für den Welthandel wichtigsten Schifffahrsrouten der Welt. Einige Tage ging gar nicht mehr und mehr als 300 Schiffe haben sich von beiden Seiten angestaut. Einige Schiffe haben den Umweg vorbei an der Südspitze Afrikas genommen, der mehr als eine Woche mehr Zeit in Anspruch nimmt. Schätzungen zufolge hat jede Stunde der Blockade rund 400 Millionen US Dollar gekostet. Hätte die Blockade noch länger gedauert, wären die Folgen für die globalen Lieferketten womöglich verheerend gewesen. Nun ist der Suezkanal wieder frei, und trotzdem wird es eine Zeit dauern, bis sich die Warteschlange aufgelöst und die Lieferketten wieder normalisiert haben.

Desweiteren erwarten wir von der Vorosterwoche nicht besonders viel Bewegung. Hinzu kommt das Quartalsende, das institutionelle Trader eher dazu nutzen, Gewinne mitzunehmen, um die Quartalsbilanz etwas aufzupolieren. Es ist zu beachten, dass feiertagsbedingt der Handel am Karfreitag in Europa und Amerika und am Ostermontag in Europa pausiert. Große Positionen über dieses lange Wochenende aufbauen ist unter Risikogesichtspunkten nicht sinnvoll, ein weiterer Grund für wahrscheinlich eher wenig Bewegung.

Wichtige Nachrichtentermine sind ebenfalls Mangelware. Zu beachten sind besonders die Einkaufsmanagerindex-Zahlen aus China und den USA am Donnerstag. Die Non-Farm-Payrolls am Freitag sind diesmal zu vernachlässigen, weil die Börsen geschlossen haben. Was ansonsten noch interessant werden könnte, sind Äußerungen von Präsident Biden zum Thema Infrastrukturpaket und möglicher Steuererhöhungen.

 

Veröffentlicht am 29.03.2021