Es ist das Ereignis, auf das Millionen Trump-Gegner Amerikas seit langem hin fiebern: Die Präsidentschaftswahl. Die Prognosen, nach denen Trump-Herausforderer Biden rund zehn Prozentpunkte in Front liegt, bleiben stabil. Doch es wird eine Wahl, die anders ist als andere Wahlen vorher. Und Biden kann sich noch längst nicht sicher sein, weil die Wahl wohl in einigen wenigen US-Bundestaaten entschieden wird.

Stimmen in Höhe von 70 Prozent des gesamten Stimmenaufkommens aus dem Wahljahr 2016 wurde in diesem Jahr bereits im Voraus des eigentlichen Wahltages abgegeben. Die Wahlbeteiligung wird als überdurchschnittlich hoch erwartet. Selten hat ein Wahlkampf in den USA auch global für so viel Furore gesorgt. Außerdem ist noch völlig unklar, ob Trump im Falle einer Niederlage diese ohne weiteres anerkennen würde. Er hat bereits mehrfach behauptet, die Briefwahlen würden zu seinen Ungunsten manipuliert, somit werde er eine Niederlage vielleicht nicht akzeptieren. Man darf gespannt sein, ob wir im Falle des Falles einen weiteren Tabubruch in der US-Geschichte erleben werden.

Die Märkte verdauen aktuell die schwächste Handelswoche des Jahres seit dem Corona-Crash im März. Bis auf den Tech-Index Nasdaq können sich die US-Indizes etwas stabilisieren, ebenso wie der Dax und der Eurostoxx. Vieles wird wohl vom Wahlausgang abhängen, was die mittelfristige Zukunft der Börsen anbelangt – die Wahl ist für diese Woche das zentrale Ereignis, auf das die ganze Welt blickt. Die chinesische Führung zum Beispiel dürfte wohl ebenfalls hoffen, dass die Demokraten diesmal das bessere Ende für sich haben, ähnlich die so mancher Trump-Gegner.

Nachrichten gibt es diese Woche, auch zusätzlich zur Wahl reichlich. Am Donnerstagabend steht der FED-Zinsentscheid an, gefolgt von den Non-Farm-Payrolls am Freitag.

 

Veröffentlicht am 03.11.2020